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Panflöten: Träumerisch und überraschend

Südamerikanische Volksmusik als musikalisches Thema prägten das Programm des ersten Jahreskonzerts von Pan Mythos. Unter der musikalischen Leitung von Luciano Poli spielte das Panflötenensemble 14 Stücke und zwei Zugaben. Ein Überraschungsgast begeisterte das Publikum zusätzlich.

Schwyz – Der Hirtengott Pan sass nicht im Publikum. Sonst wären die Kirchenglocken wohl auf Anhieb verstummt. Denn in der reformierten Kirche sassen an die 60 Gäste, die darauf warteten, in die Welt der Panflötenmusik einzutauchen. Sobald der letzte Glockenschlag erklang, spielte Luciano Poli die ersten Töne und eröffnete das Konzert mit dem Stück «Wajnu», ein traditionelles Stück aus Nord-Argentinien. Jeder Spieler war ganz auf seinen Part konzentriert. Dies führte bei einigen Passagen dazu, dass das Zusammenspiel darunter litt und nicht immer übereinstimmte. Mit jedem Stück kam aber mehr Sicherheit dazu. Besonders gut spielten sie das Stück «El Condor Pasa». Poli spielte dabei mit und führte die Panflötenspielerinnen durchs Stück. Die einzelnen Pff-Laute waren darin kaum mehr hörbar, wenn auch dieses Stück mehrmaliges Ansetzen der Panflöte erforderte. Tänzerisch geleiteten sie auf ihren Flöten hin und her. Je nach Haltung sah es von Weitem aus wie ein Kopfnicken oder Kopfschütteln.


In die Anden entführt

Hörte man der Melodie mit geschlossenen Augen zu, entführte sie einem in die Anden, in denen der Wind singend pfeift. Der Klang der verschiedenen Panflötenregister erhielt durchs Harfenspiel von Eliane Fischer und die Trommelintermezzos von Marco Janser eine zusätzliche Tiefe. Als Überraschungsgast trat eine der jüngsten Panflötenspielerinnen auf. Sie besucht seit einem halben Jahr den Panflötenunterricht bei Luciano Poli. Mit dem Stück «An die Freude» aus Beethovens 9. Symphonie begeisterte sie das Publikum.

Quelle: Bote der Urschweiz

09.11.2009 18:43 Alter: 9 Jahre